3.6 KiB
Migration einer bisherigen Agent-.env auf den Mega-Stack
Ergebnis der Prüfung
Die 110 Variablennamen der bisherigen Agent-Konfiguration werden im aktuellen v1.5.0-Agenten
weiterhin verwendet. Das Problem lag nicht in entfernten Agent-Funktionen, sondern in der zu kurzen
Top-Level-.env.example des Mega-Projekts: 86 dieser 110 bisherigen Variablen waren dort nicht
explizit dokumentiert.
Die Repository-.env.example ist deshalb jetzt die vollständige kanonische Vorlage.
Werte, die Compose intern besitzt
Diese Werte sollten im Mega-Stack nicht zur Host-Konfiguration benutzt werden:
| Variable | Mega-Containerwert | Externe Einstellung |
|---|---|---|
HTTP_ADDR |
:8080 |
AGENT_HOST_PORT |
DATA_DIR |
/app/data |
Docker Volume agent-data |
KNOWLEDGE_DIR |
/app/knowledge |
KB_DATA_PATH |
OLLAMA_URL |
http://ollama:11434 |
Compose-Service ollama |
NEUROFORGE_URL |
http://neuroforge:8080 |
Compose-Service neuroforge |
NEUROFORGE_API_KEY |
aus NEUROFORGE_INTEGRATION_TOKEN |
NEUROFORGE_INTEGRATION_TOKEN |
BRAIN_ACTIVITY_URL |
NeuroForge Event API | intern verdrahtet |
Compose überschreibt HTTP_ADDR jetzt explizit. Dadurch kann eine alte Standalone-Konfiguration
mit HTTP_ADDR=:7080 nicht mehr dazu führen, dass der Container auf einem anderen Port lauscht als
Compose weiterleitet.
Einstellungen mit relevantem Verhaltensunterschied
Beim bloßen Wechsel von der alten .env auf die frühere kurze Mega-.env.example hätten sich unter
anderem diese Werte geändert:
| Bereich | bisherige Konfiguration | Verhalten bei fehlender Variable / kurzer Mega-Vorlage |
|---|---|---|
| GLPI KB Connector | aktiv | standardmäßig deaktiviert |
| GLPI-KB Auto-Reply | aktiv | standardmäßig deaktiviert |
| Knowledge Web Edit | aktiv | standardmäßig deaktiviert |
| Allowed Sources | mehrere interne/GLPI/Vendor-Quellen | nur internal-kb |
| Auto-Reply Sources | mehrere Quellen | nur internal-kb |
| Category Confidence | 0.70 |
Code-Default 0.90 |
| Reply Confidence | 0.70 |
Code-Default 0.97 |
| Change Lookback | 72h |
Code-Default 48h |
| Chat-Modell | bisher z. B. qwen3:8b |
Mega-Vorlage gemma3 |
Diese Unterschiede sind nicht automatisch falsch, müssen aber bewusst entschieden werden.
Neue Mega-Einstellungen
Neu gegenüber der bisherigen Agent-Only-Konfiguration sind insbesondere:
- getrennte NeuroForge Admin/App/Integration/Control-Read/Worker/Metrics Tokens
KNOWLEDGE_VECTOR_BACKEND=local|dual|neuroforge- NeuroForge Namespace/Search/Failure Policy
- Controlled Learning
- Human-validated Outcome Learning
- Outcome Retrieval
- Research/SearXNG
- getrennte Autonomy-Aktivierung
- Knowledge Integration Token
- scoped
CONTROL_READ_TOKEN - Control-Center-Basic-Auth sowie Control Center / NeuroForge / Knowledge Host Ports
- optionale Codebase-Memory-UI
Empfohlene Migration
- Neue
.envaus der vollständigen.env.exampleerzeugen. - Neue Service-Tokens mit
./scripts/generate-secrets.sherzeugen. - GLPI-Zugangsdaten neu eintragen.
- Gewünschte alte Retrieval-/Context-/Communication-Werte bewusst übertragen.
- Zunächst
DRY_RUN=trueund alle automatischen Schreibaktionen deaktiviert lassen. - GLPI KB Sync, Knowledge Retrieval, Outcome Retrieval und NeuroForge im
dual-Modus prüfen. - Erst danach einzelne Schreibfunktionen kontrolliert aktivieren.
Credential-Hygiene
Zugangsdaten, die in Chat, Tickets, CI-Logs oder Screenshots veröffentlicht wurden, gelten nicht mehr als geheim und sollten vor Produktionsbetrieb rotiert werden. Das betrifft insbesondere GLPI Client-Secrets/Passwörter, Web-Passwörter und Webhook-Secrets.