# Kontrollierter Cutover ## Phase 0 – Baseline ```env KNOWLEDGE_VECTOR_BACKEND=local DRY_RUN=true AUTO_CATEGORY=false AUTO_REPLY=false AUTO_PRIORITY=false AUTO_ESCALATION=false ``` Ziel: unverändertes Agent-Verhalten und Baseline-Metriken sichern. ## Phase 1 – Dual Mirror ```env KNOWLEDGE_VECTOR_BACKEND=dual NEUROFORGE_FAIL_OPEN=true ``` Der Agent behält lokale Chunk-Vektoren und synchronisiert dieselben Dokumente zusätzlich nach NeuroForge. Suchentscheidungen bleiben lokal. Beobachten: - Sync-Fehler im Agent-Log - NeuroForge Memory-/Index-Wachstum - Vector-Journal-Größe - Retrieval-Latenz der Baseline - keine Änderungen an GLPI-Aktionen Rollback: `KNOWLEDGE_VECTOR_BACKEND=local` und Agent neu starten. ## Phase 2 – NeuroForge Candidate Search ```env KNOWLEDGE_VECTOR_BACKEND=neuroforge NEUROFORGE_FAIL_OPEN=true ``` NeuroForge liefert semantische Kandidaten. Der Agent bleibt Besitzer des finalen Hybrid-Scores und aller Policies. Nach erfolgreicher Synchronisation können lokale Chunk-Vektoren aus dem normalen Snapshot externalisiert werden; Titelvektoren und Text-/Metadaten bleiben lokal. Rollback: auf `dual` oder `local` zurückstellen. Die kanonischen Knowledge-JSON-Dateien sind unverändert und können den semantischen Index neu aufbauen. ## Phase 3 – Optional fail-closed Erst nach stabiler Betriebsphase: ```env NEUROFORGE_FAIL_OPEN=false ``` Damit werden semantische Backend-Ausfälle sichtbar blockierend statt degradierend behandelt. Diese Einstellung ist sinnvoll, wenn eine Antwort ohne zentralen semantischen Index nicht zulässig sein soll. ## Phase 4 – GLPI-Automation separat freigeben Die Vektormigration ist **keine** Freigabe für automatische GLPI-Aktionen. Jede Automation wird unabhängig aktiviert und getestet: ```env DRY_RUN=false AUTO_CATEGORY=true|false AUTO_REPLY=true|false AUTO_PRIORITY=true|false AUTO_ESCALATION=true|false ``` Auto-Reply sollte zuletzt aktiviert werden. ## Vergleichsstrategie Vor dem Umschalten auf `neuroforge` sollten repräsentative Tickets in `local` und `dual` mit denselben Modellen getestet werden. Zu vergleichen sind mindestens: - Top-1/Top-k Knowledge-ID - semantischer Teilscore - finaler Hybrid-Score - Schwellenwertentscheidungen - Kategorie-/Prioritätsentscheidung - Antwortfreigabe - Latenz ## Recovery - Produktive Knowledge-JSONs sind kanonisch. - NeuroForge-Semantik kann aus diesen Daten neu aufgebaut werden. - Staging ist getrennt und kann nicht versehentlich produktiv werden. - NFVJ2/SQAR ist eine Storage-Optimierung; fachliche IDs und Vektoren bleiben verlustfrei rekonstruierbar.